Wohn- und Werkhaus Weilerstraße

Anmelden
Um die Interaktive Zeichnung zu nutzen und alle Bilder zu sehen, melde dich an
2019
Wohnen
Weilerstraße 19
71409 Schwaikheim
Deutschland
mehrschichtig
mittig
Satteldach
Lochfassade
Holz
Wohnen
Architekt
Architekt
schleicher.ragaller architekten bda

Das Projekt entstand in Planungskooperation mit Prof. Markus Binder von CAPE Ingenieure.

Als die auf dem Baugrundstück vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude am Ende ihrer Lebenszeit angekommen waren und abgebrochen werden mussten, war es der in Schwaikheim verwurzelten Bauherrenfamilie ein Anliegen, in der Region Stuttgart dringend benötigten, zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen, zugleich aber den Charakter des Ortskerns zu stärken. Dabei auf das Baumaterial Holz zu setzen, war eine naheliegende Entscheidung – nicht nur, weil großer Wert auf eine nachhaltige Bauweise gelegt wurde und an örtliche Bautraditionen angeknüpft werden sollte, sondern auch, weil der Bauherr ein ausgebildeter Zimmermann ist.

Aus dieser Haltung heraus entstand ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus, ergänzt um eine Einstellhalle, die für die nach wie vor im Nebenerwerb betriebene Landwirtschaft benötigt wird, es dem Bauherrn aber auch ermöglicht, in überschaubarem Umfang weiter in seinem ursprünglichen Beruf tätig zu sein.

Beide Gebäudeteile ruhen auf einem gemeinsamen massiven Sockel, der den Geländeversprung zum Garten aufnimmt. Die beiden in der Schnittfigur identischen, aber unterschiedlich hohen und langen Gebäude sind so zueinander versetzt, dass sie einen Werkhof als gemeinsames Vorfeld und Erweiterung des Straßenraums ausbilden. In ihrer Materialität aus dunkel gestrichener Holzfassade und grob geschaltem Sichtbeton greifen sie Motive aus der Umgebung und des Vorgängerbaus auf. Alle Wohnungen sind großzügig nach Süden geöffnet, was zusammen mit der hoch gedämmten Gebäudehülle und einer Wärmepumpenheizung einen minimierten Heizenergiebedarf bewirkt (KfW55). Durch die Ergänzung einer bereits vorbereiteten PV-Anlage auf dem optimal orientierten Süddach kann das Haus jahresbilanziell einen Großteil seines Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser selbst decken.

Text: schleicher.ragaller architekten bda
Fotos: Zooey Braun
Isometrie: Olha Senkiv im Seminar FASSADE 4.0 an der TUK

Die Vorarbeit zu dieser Projektpublikation entstand im Rahmen der Baukonstruktionslehre im Seminar FASSADE 4.0 an der TUK durch eine Studienarbeit von Olha Senkiv.

Anmelden
Um die Interaktive Zeichnung zu nutzen und alle Bilder zu sehen, melde dich an