CEDAR Campus, Weinheim Weinheim, Neff Kuhn Architekten PartGmbB - STUDIO PPANK | BAUKOBOX

CEDAR Campus, Weinheim

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2017
Büro & Verwaltung
Eisleber Straße 4/1
69469 Weinheim
Deutschland
mehrschichtig
Flachdach
Lochfassade
Büro & Verwaltung
Architekt
Architekt
Neff Kuhn Architekten PartGmbB - STUDIO PPANK

Der Neubau des CEDAR Campus gliedert sich in 3 Gebäudeteile mit je 3 oberirdischen Geschossen, welche im Zusammenspiel auf die heutigen Ansprüche der modernen Bürowelt abgestimmt sind. Flexible Bürogrundstrukturen in zwei Büroriegel um Veränderungen, Anpassungen und Wünsche der Nutzer größtmöglich umsetzen zu können und eine Mitte des Hauses als Atriumraum über 4 Geschosse, welche als Kommunikationsfläche zwischen allen Nutzern des Hauses dem Austausch gewidmet ist. Eine großzügige Treppe verbindet die Geschosse über alle Ebenen im Atrium miteinander. Angrenzende offene Teeküchentheken als Pausenbereiche und hinter Glas befindliche Besprechungsräume lassen den Nutzer die Arbeitswelt erleben. Im Erdgeschoss ist Platz für einen großen Loungebereich, der ebenso für größere Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Atrium ist ebenso an das Untergeschoss angeschlossen. In der Tiefgarage finden knapp 90 Fahrzeuge Platz. Die grundlegende Form und Ausrichtung des Gebäudes wurde aufgrund des Grundstückzuschnitts und dem Bezug des Neubaus zu den bestehenden Häusern formuliert. Da der Neubau baulich und inhaltlich eine Fortführung des Bestands ist, sind Bezüge zwischen Alt und Neu stark über den Freiraum, Zwischenraum und Gebäudeachsen entstanden. Die südliche Fassade des Bestandsgebäudes suggeriert eine Willkommensgeste, auf die im Neubau mit einer Hofausbildung und dem Blick auf die Atriumfassade geantwortet wird. Das Atrium als Mittelpunkt wird flankiert von zwei Büroriegeln, welche mit ihren Knicken Einblicke in die zwei Innenhöfe erlauben. Die für die Büronutzung optimale Ost- West Ausrichtung der Bürogebäuderiegel mit Tiefen von ca. 11,50m bis 14,50m bieten den Arbeitsplätzen lichtdurchflutete Nutzungsbereiche an. Mit ihren Richtungsknicken weiten sie die Grünräume Richtung Norden und Süden zusätzlich auf, um sich städtebaulich selbstverständlich in die Umgebung einzufügen und den jeweiligen Kopfbauten mehr Raum zu verschaffen. Wie von alleine ergibt sich durch die leichte Trichterform eine Eingangssituation nach Osten zur Straße und privatere Hofsituationen in Richtung des Bestandsgebäudes im Norden und der Lagerhalle im Süden. Beide Gebäude sind zur Mitbenutzung bestimmt und werden durch die städtebauliche Form in das Campusgefüge aufgenommen. Die Fassadenstruktur ist stark auf die Nutzung des Innenraums abgestimmt worden. Das klare Raster spiegelt die flexible Nutzbarkeit des Innenraums nach Außen wider und erfüllt durch Materialität, Struktur, Typographie und Schattenspiel den Wunsch des Bauherrn nach einer Anmutung klassizistischer Architektur. Die Konstruktionswahl der Fassade aus tragenden Architekturbeton-Sandwich-Elementen führt zurück auf die hohe Qualität des Oberflächenmaterials, die gute Elementierbarkeit und damit wirtschaftliche Ausführbarkeit. Ein gesamtes Geschoss eines Büroriegels wurde innerhalb von 3 Tagen aus 32 einzelnen Sandwich-Elementen auf der Baustelle erstellt, um im Anschluss die nächste Geschossdecke mit den Sandwich-Elementen zu verbinden. Ebenso wie eine Sandsteinfassade sich nach Jahrzehnten wieder aufarbeiten lässt, kann die hier verwendete Sichtbetonfassade durch Vorgänge wie Sandstrahlen wieder wie neu erscheinen und somit der Ressourcenverschwendung in der Baubranche entgegenwirken. In der Innenraumgestaltung wurde in den öffentlichen Bereichen mit gedeckten Farben, hochwertigen Materialien und klaren Formen gearbeitet, um ein passendes Gesamtensemble mit der Außengestaltung zu erzeugen. Die Büroeinheiten wurden im Zustand des veredelten Rohbaus dem Mieter zum Ausbau überlassen, damit sich jedes Unternehmen räumlich spezifisch einrichten und strukturieren lässt. Lediglich die Heiz-, Kühl- und Lüftungstechnik ist in auf das Büroraster abgestimmte Deckensegel untergebracht, welche zusätzlich die Akustik der Büroräume positiv beeinflussen. Ein Hohlraumboden ergänzt die Flexibilität der Elektroverteilung in jeder Büroeinheit.

Quelle: Neff Kuhn Architekten
Photos: Neff Kuhn Architekten

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