Evangelisches Gemeindehaus Heddesheim

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2015
Gemeindezentrum
Beindstraße 6
68542 Heddesheim

Gemeindezentrum
Aluminium
Bandfassade
Lochfassade
Satteldach
mittig
hinterlüftet
Architekt
Architekt
motorplan Architekten BDA

Form und Organisation des neuen Gemeindehauses leiten sich direkt aus den Anforderungen sowie den strukturellen Gegebenheiten und Traditionen des Ortes ab.

Auf einem schmalen Grundstück sollten neben dem Gemeindesaal, Gruppenräumen und dienenden Funktionen ein großzügiger Außenraum mit einer attraktive Durchwegung Blickbeziehungen zur Kirche entstehen. Wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbar, so besitzt Heddesheim doch eine sehr prägende Bebauungsstruktur und Architektursprache aus der Zeit des Tabakanbaus.

Als Satteldachbau, ähnlich den benachbarten Scheunen, steht das Gemeindehaus unter Aufnahme der Fluchten von Kirchenschiff und Sakristei im rechten Winkel zur Kirche, bildet mit dieser ein klares Ensemble und definiert so den neuen Weg zwischen Oberndorf- und Beindstraße. Durch eine Abschrägung im Grundriss vermittelt das Gemeindehaus zwischen den bestehenden Fluchten, öffnet den Raum in Richtung Ortszentrum und ermöglicht Einblicke in die Tiefe des Grundstückes und zur Kirche. Der leicht ansteigende First ermöglicht trotz der Spreizung des Grundrisses eine gerade Traufkante zum östlichen Nachbargrundstück und verleiht dem Baukörper zusätzliche Dynamik und Markanz nach Süden zur Ortsmitte.

Das Foyer als Dreh- und Angelpunkt liegt mittig im Gebäude, wird durch den Anschnitt jedoch vom Straßenraum sichtbar. Die Loggia bildet nicht nur eine wettergeschützte Vorzone des Sitzungsraumes, sondern ermöglicht gleichzeitig eine trockene Anbindung an den Kirchenraum über die bisherige Sakristei, die auf das Niveau von Kirchenschiff und Gemeindehaus abgesenkt wird. So wird ein barrierefreier Zugang zur Kirche geschaffen, der die bisherige Rampe obsolet macht. Brandschutztechnisch ermöglicht erst die in eine Nische des Grundstückes eingefügte Fluchttreppe mit integrierten Außentoiletten die großzügige Bespielung des Foyers mit dreiseitiger Galerie als Herzstück des Gebäudes. Die Gruppenräume des Obergeschosses lassen sich durch Verbindungstüren zu einer Enfilade öffnen und das Gemeindehaus zum Ausstellungsgebäude werden.

Text: motorplan Architekten
Bilder: Oli Hege

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