Wohnen am Verna-Park

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2020
Wohnen
Frank­furter Straße 41
65428 Rüssels­heim am Main
Deutschland
Wohnen
Mauerziegel / -klinker
Lochfassade
mittig
Satteldach
mehrschichtig
Architekt
Architekt
Baur & Latsch Architekten
Partner
Partner
Girnghuber GmbH

Im Rahmen einer innerstädtischen Nachverdichtung entstand am Verna-Park eine Bebauung aus sieben Häusern mit 50 Wohnungen.

Die Gebäude orientieren sich in Körnung und Materialität an den bestehenden kleinteiligen Strukturen der Nachbarschaft und bilden den neuen Abschluss eines porösen Stadtblocks. Geschlossene, hell geschlämmte Klinkerfassaden prägen das dicht zusammenstehende Gefüge. Nach Süden öffnen sich die Gebäude großflächig zu den vorgestellten Holzbalkonen.

Die Klinkerfassaden knüpfen an die umgebenden Oberflächen der Wohnbauten, Mauern und alten Industriebauten, wie etwa des nahen Opel-Altwerks, an. Das Viertel zwischen den Bahngleisen und Verna-Park ist von kleinen Einzelhäusern geprägt, die um 1900 für Opel-Mitarbeiter in einer dichten Struktur aus kleinen Stadtblöcken errichtet wurden. Diese Gebäude sind auch heute noch, teilweise in unverputztem Backstein, erhalten. Die hofseitigen Stall- und Scheunengebäude der Hofreiten mit ihren Holztoren und Holzgalerien bilden das Vorbild für die Holzkonstruktion der südlichen Balkone. Die historischen Klinker der Umgebung sind von einem bleichen, teilweise grünlichen Ton geprägt, der so nicht mehr erhältlich ist.

Um die Fassaden in das Umfeld einzubetten, wurde ein roter Backstein mit Kohlebrand und einer hellen eingebrannten Schlämme veredelt. Die individuell angefertigten Klinker wurden handwerklich in Riemchen gebrochen und im Mörtelbett auf die Fassaden aufgebracht.

Text: Baur & Latsch Architekten
Fotos: Sebastian Schels, Christian Latsch

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