Katholische Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig, Schulz und Schulz Architekten GmbH | BAUKOBOX

Katholische Propsteikirche St. Trinitatis

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2015
Kirche
Nonnenmühlgasse 2
4107 Leipzig
Deutschland
Kirche
Vulkangestein
nicht tragend
nicht hinterlüftet
aussenbündig
innenbündig
Flachdach
Bandfassade
Architekt
Architekt
Schulz und Schulz Architekten GmbH

Die Kirchweihe am 9. Mai 2015 beendet eine über siebzig Jahre andauernde Odyssee der Leipziger Propsteigemeinde. Mit dem Neubau ist St. Trinitatis ins Zentrum der Stadt zurückgekehrt. Es war uns als Architekten ein Anliegen, die neue Propsteikirche aus dem Organismus der umgebenden Stadt heraus zu entwickeln. Ihre Präsenz erhält sie durch den hohen Kirchenbaukörper und den Kirchturm, vor allem aber durch die einladende Offenheit des Pfarrhofs. Mit seiner Hülle aus gemauertem Rochlitzer Porphyr bekennt sich der Bau zu Region und Tradition. Die erste Leipziger Trinitatiskirche wurde 1847 in unmittelbarer Nähe zur Altstadt errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau schwer beschädigt, lediglich die Außenmauern und der Kirchturm blieben erhalten. Mit dem Versprechen auf einen Neuanfang für die Gemeinde in einer größeren Kirche wurde die Ruine 1954 gesprengt. Die Silhouetten von Kirche und Rathaus definieren entlang der ansteigenden Topografie des Martin-Luther-Rings eine städtebauliche Torsituation. Sie markiert den Auftakt für die weitere Entwicklung des angrenzenden Stadtraums mit der S-Bahn-Station Wilhelm-Leuschner-Platz, dem künftigen Einheitsdenkmal und dem Areal Nonnenmühlgasse. Mit dem „Ausgießen“ des dreieckigen Grundstücks und der Betonung der gegenüberliegenden Pole von Kirchenraum und Kirchturm spannt sich der Baukörper auf. Zwischen den beiden Hochpunkten ist der Pfarrhof „eingeschnitten“, ein neuer zentraler Ort der Begegnung ist entstanden. Besonderes Element des Kirchenraumes ist das große Kirchenfenster (Künstler: Falk Haberkorn), das Neugierde weckt und die individuelle Annäherungen von außen erlaubt. Es öffnet und begrenzt den Kirchenraum zugleich und es dient als gezielt gesetzte Öffnung, als eine Schnittstelle zwischen profaner und sakraler Welt.

Quelle: Schulz und Schulz Architekten GmbH
Photos: Stefan Josef Müller

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