Dünen

2025
Wohnen
An den Dünen 18
55120 Mainz
Deutschland
Wohnen
Holz
Lochfassade
Satteldach
mittig
hinterlüftet

Direkt im Stadtgebiet von Mainz ersetzt der nachhaltige Holzbau die bestehende Doppelhaushälfte, welche aufgrund der minimalen Raumhöhen, der geschädigten Konstruktion und der extremen Schadstoffbelastung nicht weiter verwendet werden kann. In dem städtebaulich heterogenen Umfeld aus Einzelbaukörpern, Zeilenbauten aus der Nachkriegszeit und Ansätzen von gründerzeitlicher Blockrandbebauung fügt sich der Neubau in die angrenzende Baustruktur aus freistehenden Doppelhäusern ein. Der dadurch mittig positionierte Baukörper teilt das Grundstück in zwei unterschiedliche Seiten: in eine grüne Seite mit Rasen und eine Erschließungs- und Wirtschaftshofseite mit versteckter Terrasse. Die Bestandsgarage wird hierbei angepasst und dient als Puffer zur Straße. Sie erhält die gleiche, hinterlüftete Fassade aus vorvergrauter Lärche, wie das Wohnhaus, wodurch gestalterisch ein kleines Ensemble entsteht. Der spezielle, sich verjüngende Grundstückszuschnitt ist auch in der Grundrissformation erkennbar. Der Wohnraum öffnet sich zu beiden Seiten des Außenraumes, was unterschiedliche Verbindungen und Nutzungsmuster ermöglicht. Das Wohnhaus für die fünfköpfige Familie wird als kompakter Baukörper mit minimierter Wohnflächenverbrauch konzipiert. Hierbei können trotz der geringen Wohnfläche pro Kopf vier Individualräume umgesetzt werden. In der Planung wurden die Konstruktionsdetails möglichst sortenrein und ohne Verkleben entwickelt. Die Bauteilaufbauten wurden teils extrem vereinfacht, so liegt z.B. auf der Geschoßdecke aus Brettstapelelementen unmittelbar der Belag aus verklebten Teppichfliesen. Die gedämmte Bodenplatte aus Stahlbeton dient als robuster Bodenbelag im Erdgeschoss. Beim Heizsystem wurde eine Wandheizung in Trockenbauweise hinter einer Innenverschalung aus unbehandelten Nut - und Federbrettern aus Fichte eingesetzt. Die flächenbündig in der Fassade liegenden Holzfenster verspringen geschoßweise - ein System, wie es auch bei den Nachbarhäuser vorkommt. Die horizontalen und über die Gebäudehöhe jeweils gleichlangen Rautenleisten der Fassade sind exakt auf die verspringenden Fensterelemente abgestimmt. Der Gebäudesockel aus vorgestellten Betonwinkelsteinen kommt ohne weitere Abdichtung aus. Aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades des Holzrahmenbaus sowie der Vermeidung von Trockenzeiten konnte eine extrem kurze Bauzeit realisiert werden.

Text: HGA Henning Grahn Architekur
Fotos: David Schreyer

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