Attikaabdeckblech / Dachrandabschluss - Expertenwissen | BAUKOBOX
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Attikaabdeckblech / Dachrandabschluss

Ein Dachrandabschluss bzw. ein Attikaabdeckblech besteht meistens aus Blechen, die mehrfach gekantet sind. Sie schließen die Abdichtung der Attika an den Dachkanten ab.

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Sofern keine Dachrinne vorhanden ist, ist an Dachkanten von Dachabdichtungen ein Randabschluss erforderlich. Bei Attikaabdeckblechen bzw. Dachrandabschlüssen können prinzipiell zwei Varianten unterschieden werden:

  • Dachrandabschlussprofil (ein-, zwei- und mehrteilig), bestehend aus Halter, Blende und Stützblech.
  • Dachrandabdeckung, die aus mehrfach gekanteten Blechen hergestellt wird und die Attika umfasst.

Die Profile für den Dachrandabschluss bestehen i.d.R. aus Halter, Stützblech und Blende. Sie werden meist aus Blechen gefertigt, die mehrmals gekantet sind. Bei der Attika von Flachdächern muss das Gefälle zum Dach hin abfallen und sollte 2 bis 3° aufweisen.

Hinweise zur Planung

Die wichtigsten Vorschriften gemäß der Flachdachrichtlinie (Punkt 4.6) und den Fachregeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk:

  • Die Höhe von Dachrandabschlüssen soll bei Dachneigungen bis 5° ca. 10 cm, bei Dachneigungen über 5° ca. 5 cm über Oberkante Belag oder Kiesschüttung betragen. Dachrandabschlüsse müssen zur Dachseite geneigt sein, so dass Regenwasser nach innen abfließen kann.
  • Der äußere Schenkel von Abdeckungen oder Randprofilen soll den oberen Rand von Putz oder Bekleidungen überlappen, abhängig von der Gebäudehöhe, d.h. bis 8m-> 5cm. Über 8-20m ->8cm. Über 20m -> 10cm.
  • Der Überstand von Abdeckungen oder Randprofilen muss eine Tropfkante von mindestens 2 cm Abstand von den zu schützenden Bauwerksteilen erhalten.
  • Dachrandabschlussprofile und Dachrandabdeckungen einschließlich ihrer Teile und Befestigungen müssen den zu erwartenden Beanspruchungen aus Windbelastung standhalten. Die auftretenden Lasten und deren Berechnungen sind in der DIN 1055: Einwirkungen auf Tragwerke, Blatt 4 geregelt.
  • Dachrandabdeckungen sollen ebenso ein deutliches Gefälle zur Dachseite aufweisen, damit Regenwasser mit den auf der Blendenoberseite ablagernden Verunreinigungen ablaufen kann.

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