Windprallscheibe - Expertenwissen | BAUKOBOX
Expertenwissen

Windprallscheibe

Windprallscheiben kommen üblicherweise bei Mehrgeschoss- oder Zweite-Haut-Fassade (ZHF) oder bei Kastenfenster(-fassaden) zum Einsatz und bestehen in der Regel aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) bei absturzsichernden Verglasungen.

Mehr über Windprallscheiben

Windprallscheiben werden je nach Anwendungsfall in folgende Systeme eingebunden:

Mehrgeschossige Fassaden (ZHF) werden ohne horizontale und vertikale Abschottungen als äußeres (Schutz-)Schild vor der eigentlichen Innenfassade angeordnet. In der Regel sind sie nicht als nicht tragendes Element ausgebildet und tragen nur sich selbst. Die Be- und Entlüftung des Fassadenzwischenraumes erfolgt über boden- und dachnahe Öffnungen in der Außenfassade, die im Winter geschlossen werden können, so dass der Zwischenraum als Pufferzone dient und den Wärmeschutz erhöht. Im Sommer wiederum verhindern die geöffneten Fassadenklappen eine thermische Überhitzung.

Kastenfenster-Fassaden hingegen, sind als geschosshohe Fassade mit horizontaler und vertikaler Abschottung ausgebildet. Die horizontale Abschottung erfolgt i.d.R. geschossweise, die vertikale achsweise. Zusammen verhindern sie Luft- und Schallübertragung. Die Fenster der Innenräume können zum Lüften in den Fassadenzwischenraum geöffnet werden. Die Außenfassade enthält jeweils Öffnungen für Zu- und Abluft, die versetzt angeordnet sind, um zu verhindern, dass die Abluft der unteren Elemente in die Zuluftöffnungen der darüber liegenden strömt.

 baukobox.de