WU-Beton | BAUKOBOX
Expertenwissen

WU-Beton

WU-Beton (Wasserundurchlässiger Beton) hat die Eigenschaft nahezu wasserundurchlässig zu sein und besitzt eine dementsprechend begrenzte Wassereindringtiefe. Um diese Kriterien erfüllen zu können, muss der Beton einer bestimmten Zusammensetzung und Verdichtung entsprechen. Der Wasserzementwert - also das Verhältnis von Zement und Wasser - und das Hinzufügen bestimmter Betonzusatzmittel tragen dazu bei, dass die Wasseraufnahme minimiert wird.

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Anwendungsbereich:

WU-Beton wird überwiegend verwendet bei Bauteilen, die von Druckwasser belastet sind, also beispielsweise Bauteile, die direkt ans Erdreich grenzen.

Hinweise zur Planung

Die WU-Richtlinie gibt detaillierte Anforderungen an Planung und Ausführung für wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton vor. Die Wasserundurchlässigkeit beschreibt die Begrenzung bzw. Verhinderung der Durchdringung von Wasser durch den Beton. Beachtet wird hierbei die Durchdringung durch Fugen, Arbeitsfugen, Sollrissquerschnitte und Risse. Geltung erfährt dies im Hinblick auf drückendes oder nicht-drückendes Wasser, zeitweise aufstauendes oder nicht-stauendes Wasser sowie auf Bodenfeuchte.

Alleinige WU-Konstruktionen sind i.d.R. nicht als wasserdicht zu bezeichnen.

Konstruktionen aus WU-Beton sollten mit einer einfachen und eindeutigen Lastabtragung geplant werden. Dadurch wird die Bildung von Trennrissen vermieden.

Ausführungshinweise zur fachgerechten Bauausführung von WU-Beton:

  • maximale freie Fallhöhe: 1m (sonst Gefahr der Entmischung am Wandfuß)
  • einzelne Schüttlagen = 30 bis 50cm
  • die oberste Betonierlage bei Wänden muss nachverdichtet werden
  • Fugenflächen sollten aufgeraut werden
  • Nachbehandlung der Betonoberfläche unmittelbar nach der Fertigstellung, durch Maßnahmen, durch die die Eigen- oder Zwangsspannungen möglichst gering bleiben
  • bei Montage von Elementwänden, dürfen die Fertigteilschalen keine Risse aufweisen
  • Wände sind 30mm aufzuständern
  • vor Einbringung des Kernbetons sind die Innenseiten vorzunässen, Schüttlagen haben i.d.R. eine Höhe von 50cm
  • der WU-Beton muss im gesamten Betonierabschnitt bei sämtlichen Wänden gleichmäßig hochgeführt werden, der Hersteller gibt die Geschwindigkeit an
  • waagerechte Arbeitsfugen dürfen nur in Höhe von Bodenplatten und Decken angeordnet werden
  • die Wände müssen vor Erschütterungen geschützt werden, solange der kernbeton nicht ausreichend erhärtet ist
  • Anfangs- und Endzeitpunkte des Vornässens, der Entladung des Fahrmischers sowie der Betonagen müssen sorgfältig dokumentiert werden

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