Aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche | BAUKOBOX
Basiswissen

Aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche

Die aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche eines Rauch- und Wärmeabzugsgerätes (RWG) wird auch als AW bezeichnet und errechnet sich aus der geometrischen Öffnungsfläche Ag des RWG, z.B. einer Lichtkuppel, und dem Durchflussbeiwert cv, der die geometrische Öffnungsfläche verringert, z.B. durch Mitberücksichtigung von Einbauteilen des RWG wie Gestängen und Zylindern. Sogenannte Windleitbleche, die außen an dem RWG angebracht werden, können den Durchflussbeiwert erheblich verbessern, wodurch sich die Anzahl der benötigten RWG verringern kann. Durch Prüfzeugnisse weisen die Hersteller die im Windkanal ermittelten AW-Werte für ihre Produkte nach.

Soweit durch vorhabensbezogene Auflagen gefordert, z.B. durch eine Sonderbauverordnung, eine behördliche Auflage oder einen Brandschutznachweis, wird der für die Entrauchung erforderliche AW-Wert für ein Bauvorhaben brandlastbezogen berechnet, z.B. nach DIN 18232.

Für die Entrauchung von Treppenräumen nach den Anforderungen der Landesbauordnung erfolgt die Dimensionierung der Entrauchungsöffnung in aller Regel nicht mit der aerodynamisch wirksamen Öffnungsfläche, sondern mit der geometrischen Öffnungsfläche.

 

 

AW = Ag x cV

Einheit: m2

Quelle: bauwion