Attikaabdeckstein - Expertenwissen | BAUKOBOX
Expertenwissen

Attikaabdeckstein

Als Attika wird in der modernen Architektur eine Aufkantung des Dachrandes bezeichnet, die insbesondere beim Flachdach üblich ist. Die Attika ist so weit hochzuführen, dass die in der Fachregel für Abdichtungen festgelegten Mindesthöhen für das Hochführen der Abdichtung über die Belagsoberfläche eingehalten werden können. Diese betragen:

  • bei Dachneigungen bis 5° (Flachdach): mindestens 10 cm
  • bei Dachneigungen über 5° (Steildach): mindestens 5 cm

Bei einem Dach mit umlaufender Attika muss mindestens ein Notüberlauf bzw. –ablauf vorgesehen werden, um einen Rückstau von Oberflächenwasser bis zur Attikahöhe ausschließen zu können, für den in der Regel weder das Dachtragwerk (statisch), noch die Abdichtung (Lastfall drückendes Wasser) ausgelegt ist.

Die jeweiligen Ausführungen der Anschlüsse sind in den Flachdachrichtlinien beschrieben.

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Quelle: bauwion



Die wichtigsten Vorschriften gemäß der Flachdachrichtlinie (Punkt 4.6) und den Fachregeln für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk:

  • Die Höhe von Dachrandabschlüssen soll bei Dachneigungen bis 5° ca. 10 cm, bei Dachneigungen über 5° ca. 5 cm über Oberkante Belag oder Kiesschüttung betragen. Dachrandabschlüsse müssen zur Dachseite geneigt sein, so dass Regenwasser nach innen abfließen kann.
  • Der äußere Schenkel von Abdeckungen oder Randprofilen soll den oberen Rand von Putz oder Bekleidungen überlappen, abhängig von der Gebäudehöhe, d.h. bis 8m-> 5cm. Über 8-20m ->8cm. Über 20m -> 10cm.
  • Der Überstand von Abdeckungen oder Randprofilen muss eine Tropfkante von mindestens 2 cm Abstand von den zu schützenden Bauwerksteilen erhalten.
  • Dachrandabschlussprofile und Dachrandabdeckungen einschließlich ihrer Teile und Befestigungen müssen den zu erwartenden Beanspruchungen aus Windbelastung standhalten. Die auftretenden Lasten und deren Berechnungen sind in der DIN 1055: Einwirkungen auf Tragwerke, Blatt 4 geregelt.
  • Dachrandabdeckungen sollen ebenso ein deutliches Gefälle zur Dachseite aufweisen, damit Regenwasser mit den auf der Blendenoberseite ablagernden Verunreinigungen ablaufen kann.