Deckenziegel - Basiswissen | BAUKOBOX
Basiswissen

Deckenziegel

Ziegelstein, der aufgrund seiner Form, Abmessung, Rohdichte und Druckfestigkeit zum Aufbau einer Ziegeldecke oder eines Ziegelmassivdachs geeignet ist. Im Zusammenspiel mit Stahlbeton bildet der Deckenziegel den Grundbaustein dieser Verbunddeckenart. Innerhalb der Ziegeldecke bzw. des Ziegelmassivdachs erfüllt der Ziegel eine statische Funktion.

 

Deckenziegel von Ziegel-Elementdecken sind im Allgemeinen statisch mitwirkend. Diese Art von Deckenziegel ist in der Lage, auf ihn wirkende Belastungen aufzunehmen, wodurch er fest in das Gesamttragwerk der Decke eingebunden ist. Seine Geometrie folgt Vorgaben, die in DIN 4159 festgelegt sind. Die äußere Form ist darauf ausgelegt, mittels Fußleisten eine geschlossene Ziegelfläche als Deckenuntersicht zu bilden. Man unterscheidet zudem in Deckenziegel mit vollvermörtelbaren Stoßfugen (ZDV) und mit teilvermörtelbaren Stoßfugen (ZDT).

 

Deckenziegel gem. DIN 4159 mit vollvermörtelbaren Stoßfugen (ZDV):

Deckenziegel gem. DIN 4159 mit teilvermörtelbaren Stoßfugen (ZDT):

Deckenziegel gem. DIN EN 15037-3 können als Zwischenbauteil von Einhängedecken statisch mitwirkend (Bezeichnung: RR) oder statisch teilweise mitwirkend (Bezeichnung: SR) sein. Ihre äußere Geometrie ist geprägt von sogenannten Nasen, über die der Ziegel zwischen die Träger eingehängt wird. Man unterscheidet hier in Längszwischenbauteile, bei denen die Lochachse parallel zur Balkenachse liegt, und in Querzwischenbauteile, deren Lochachse quer zur Balkenachse verläuft.

 

Deckenziegel gem. DIN EN 15037-3 als Längszwischenbauteil:

 

Deckenziegel gem. DIN EN 15037-3 als Querzwischenbauteil:

 

Quelle: bauwion