Luft-Wasser-Wärmepumpe - Basiswissen | BAUKOBOX
Basiswissen

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wärmepumpen entziehen der Umgebungsluft Energie und kühlen diese dadurch ab. Man unterscheidet folgende Bauarten:

  • Kompaktanlage mit Innenaufstellung: Die Wärmepumpe und der Verdampfer werden im Gebäude installiert (z. B. im Keller). Durch zwei Außenluftgitter wird Luft angesaugt und wieder ausgeblasen. Diese Variante ist sehr kompakt und hat relativ geringe Investitionskosten, setzt aber voraus, dass die Luftstrom-Gitter am Einbauort keine optische oder schalltechnische Beeinträchtigung darstellen.
  • Kompaktanlage mit Außenaufstellung: Die Wärmepumpe einschl. dem Verdampfer wird als Kompaktanlage außen aufgestellt. Dieser Bautyp wird vor allem bei Platzmangel im Haus eingesetzt, ist aber teurer als die Bauart Innenaufstellung.
  • Splitanlage: Hier steht die Wärmepumpe im Gebäude und der Verdampfer wird außerhalb aufgestellt z. B. im Garten, beide Geräte werden über eine Kälteleitung miteinander verbunden. Dadurch kann der Ort der Luftabsorption bestimmt werden, bzw. vom Haus weggeführt werden. Im Gebäude reduziert sich der Platzbedarf. Dieser Bautyp eignet sich besonders für nachträglichen Einbau, da keine Luftkanäle und keine Ansaug-/ Ausblasöffnungen erforderlich werden.

 

Besonders zu beachten ist bei Luftwärmepumpen die Geräuschemission durch die Arbeit des Rotors am Verdampfer. Dieser ist zur Ansaugung der Umgebungsluft notwendig. Der Rotor verursacht nicht unerhebliche Strömungsgeräusche, der Aufstellort muss daher so gewählt werden, dass Nutzer und Nachbarn nicht gestört werden. Aber auch Unterschiede bei den Fabrikaten, die Bauweise und die Sorgfalt bei der Ausführung sind mitausschlaggebende Faktoren für die entstehenden Geräuschemissionen.

 

Wie für alle Wärmepumpen gilt der Grundsatz: Je höher die Temperatur des Mediums, desto höher die Effizienz der Anlage. Bei der Luftwärmepumpe ist dieser Zusammenhang besonders entscheidend, da die Maschine vor allem dann hohe Leistung erbringen muss, wenn die Temperatur der Luft besonders niedrig ist, also im Winter. In diesem Bereich ist der Anteil der Antriebsenergie (Strom) höher als bei hohen Lufttemperaturen. Trotz dieser Divergenz haben die Anlagen mittlerweile eine so hohe Effektivität erreicht, dass auch bei Minustemperaturen eine akzeptable Leistungszahl erzielt wird. Im Jahresdurchschnitt liegt diese sog. COP-Zahl je nach Typ und Aufstellort zwischen 2,3 und 4,4. Dafür sind die Anschaffungskosten der Luft-Wärmepumpe, im Vergleich zu Anlagen für eine Erdwärme oder Grundwassernutzung, besonders günstig.

1: Wärmepumpe Inneneinheit

2: Pufferspeicher

3: Rücklauf

4: Vorlauf

5: Außengerät mit Ventilator und Verdichter

Quelle: bauwion