Dämmung Steinwolle - Expertenwissen | BAUKOBOX
Expertenwissen

Dämmung Steinwolle

Steinwolle zählt zu den anorganischen Dämmstoffen aus künstlichen Mineralfasern (Mineralwolle). Sie wird aus den Fasern geschmolzener Natursteine (z.B. Dolomit, Basalt, Diabas) hergestellt, die mit Kunstharz gebunden werden und denen geringe Mengen an Mineralöl zugefügt werden. Die Dämmwirkung entsteht durch die Lufteinschlüsse zwischen den Fasern. Steinwolle ist resistent gegen Verrottung, Ungeziefer und Pilzbefall, ist diffusionsoffen und leicht zu verarbeiten. Sie verliert bei Durchfeuchtung ihre gute Dämmwirkung. Die Herstellung von Steinwolle ist sehr energieintensiv. Außerdem ist sie durch die organischen Zusatzstoffe nur begrenzt recycelbar. Steinwolle ist in Form von formstabilen, elastischen Dämmplatten oder Rollenware, üblicherweise in den Dicken 80 - 240 mm erhältlich.

 

Die feinen Fasern können aber bei unsachgemäßer Handhabung zu Reizungen von Haut, Augen und Lunge führen. Bei der Verarbeitung von Steinwolle sind Vorkehrungen zu treffen, wie das Tragen von Staubschutzmasken, geeigneter Kleidung und Handschuhen. Genaue Anweisungen werden in der Handlungsanleitung zum Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen gegeben, die die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft herausgegeben hat.

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Quelle: bauwion



Eigenschaften

Glas- und Steinwolle haben sehr gute Schall- und Wärmedämmeigenschaften (λ = 0,032 bis 0,045 W/mK) und sind alterungs- bzw. formbeständig. Die Wärmeleitfähigkeit steigt bei geringer Durchfeuchtung stark an. Mineralfaserdämmstoffe müssen daher besonders gut vor Feuchte geschützt werden. Sie sind wasserdampfdurchlässig (μ = 1), resistent gegen Schädlinge und verrotten nicht. Im Brandfall verflüchtigt sich das Bindemittel ab ca. 200 °C, es ist daher mit Formaldehyddämpfen zu rechnen. Die Rauchentwicklung ist hingegen sehr gering.

Lieferformen

Mineralfaser-Dämmstoffe werden als Matten (Rollen oder Platten), Filze, lose als Schüttung oder als Blaswolle und Stopfwolle geliefert.

Einsatzbereich

Mineralfaserdämmstoffe werden für alle Anwendungsbereiche außer für erdberührte Wände und Umkehrdachdämmung angeboten und haben große Bedeutung als Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz. Auch Rohre, Behälter, Klima- und Heizungsgeräte können damit gedämmt werden. Sie werden als Trittschall-Dämmplatten, z.B. unter schwimmenden Estrichen, und als Fassadendämmplatten als Teil eines Wärmedämmverbundsystems verwendet.

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Quelle: Die Umweltberatung

rot= Einsatzbereiche, grau= nicht möglich

Bild: Die Umweltberatung