Hochdrucklaminatplatte (HPL-Platte) - Basiswissen | BAUKOBOX
Basiswissen

Hochdrucklaminatplatte (HPL-Platte)

Bei den Hochdrucklaminatplatten, kurz HPL-Platten (Abkürzung für engl. High Pressure Laminate), handelt es sich um Hochdruckschichtstoffplatten nach EN 438 mit einer Melaminharzdeckschicht. Die Platten bestehen zu ca. 60% aus dünnen Papierlagen, die mit Melamin- und Phenolharzen getränkt und unter hohem Druck und hoher Temperatur zu einer äußerst stabilen Platte verpresst werden. Die oberste Deckschicht kann hierbei beliebig bedruckt werden, was die Platte gestalterisch äußerst vielseitig macht. Die Platten sind, ähnlich den Harzkompositplatten, ausgesprochen beständig gegen Schläge, Hitze, UV-Strahlen, Kratzer, organische Lösemittel, Wasser und Säure, aber auch gegen Graffiti.

 

 

  1. Kernlagen aus Kraftpapier, harzgetränkt
  2. Dekorpapier
  3. Transpartentes Overlay

 

HPL-Platten werden in Stärken von 0,5 mm – 40 mm hergestellt, es gibt sowohl Produkte für den bewitterten Außenbereich (insbesondere für Fassaden, Balkonbrüstungen) als auch für den Innenbereich (insbesondere für den Innentüren- und Möbelbau). Sie werden dabei dünnlagig als vollflächig verklebtes Furnier verwendet (z.B. als Innentürblattoberfläche), oder als linienförmig oder punktuell gehaltene Platte (z.B. als Fassadenplatte ab einer Plattenstärke von 6 mm oder als WC-Trennwand ab einer Plattenstärke von 13 mm).

Quelle: bauwion