Naturrasen, Wartung und Pflege | BAUKOBOX
Basiswissen

Naturrasen, Wartung und Pflege

Um in einem möglichst kurzen Zeitraum eine benutzbare Rasenfläche zu erhalten, ist eine sogenannte Fertigstellungspflege erforderlich. Maßnahmen sind Beregnung, Schnitt und Dünnung. Nach der Saat ist der Bodenaufbau in Trockenperioden feucht zu halten. Bei einer Jungpflanzenhöhe von etwa 30 - 50 mm bedarf es einer Startdüngung mit 6 - 8 g/m² Reinstickstoff. Dazu wird z.B. ein Kombinationsdünger verwendet, dem man dem Düngermittelverzeichnis für den Sportplatz- und Landschaftsbau (FLL 2009) entnehmen kann.

 

Mähen: Der erste Rasenschnitt sollte bei einer Aufwuchshöhe von etwa 60 - 80 mm und einer Schnitthöhe von 40 mm erfolgen, je nach Wachstumsfortschritt in Intervallen von 1 - 14 Tagen. Das Mähen der Sportrasenfläche im Anschluss an diese Zeit erfolgt bei einer Wuchshöhe zwischen 60 und 90 mm auf eine Schnitthöhe von 35 mm, während der Vegetationsperiode unter Beachtung der Wuchshöhe im Abstand von 5 - 14 Tagen. Außerhalb der Vegetationsperioden verlängert sich das Schnittintervall entsprechend dem verlangsamten Wachstum, so ergeben sich 15 - 30 Schnitte im Jahr. Das Schnittgut sollte, außer bei neuangelegten Plätzen, aufgenommen und weggefahren werden. Ansonsten kann die Rasentragschicht durch Regenwürmer zu weich werden und an Scherfestigkeit verlieren. Lediglich bei neu angelegten Feldern mit einem DIN-konformen Schichtaufbau kann es sinnvoll sein, das Schnittgut auf dem Platz zu belassen, um die Rasentragschicht anzureichern und die Düngegabe zu verringern.

 

Nährstoffversorgung: Eine jährliche Untersuchung mit Bodenproben ist Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz von Düngemitteln. Diese Bodenuntersuchungen sollten zum Ende des Winters durchgeführt werden, da es besonders im Winterhalbjahr zur Auswaschung von Nährstoffen, Basen und Salzen kommt. Sollte der pH-Wert über den Winter gesunken sein, kann auch eine sofortige Kalkgabe erfolgen. Düngeempfehlungen gibt es vom „Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten“ (VDLUFA). Eingesandte Bodenproben werden von der zuständigen LUFA untersucht, dabei ist bei einem Sportrasen besonders der Gehalt an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Salz und der pH-Wert wichtig. Der Düngezeitpunkt richtet sich nach dem Auftreten der Mangelsymptome: Wenn der Rasen eine helle Farbe annimmt, kann das auf einen Stickstoffmangel hinweisen. Kaliummangel führt zu rötlichen Verfärbungen, die sich von unten nach oben am Halm ausbreiten. Bei einem zu niedrigen ph-Wert können sich Lücken und Kräuter in der Rasendecke bilden, dann sollte eine Kalkgabe erfolgen. In der Regel wird 3x im Jahr gedüngt: je nach Witterung im März/April, im Frühsommer und in der zweiten Augusthälfte.

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Quelle: bauwion