Bauhaus Halensee Berlin, Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH | BAUKOBOX

Bauhaus Halensee

Anmelden
Um die Interaktive Zeichnung zu nutzen und alle Bilder zu sehen, melde dich an
2013
Handel & Verkauf
Kurfürstendamm 129a
10711 Berlin
Deutschland
hinterlüftet
Flachdach
Bandfassade
Handel & Verkauf
Metall
Architekt
Architekt
Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH

Das gegebene Programm, die riesigen Bauvolumina und der Standort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Halensee in einer Verkehrsschneise, die wie ein Fluss die Innenstadt durchzieht, lassen das BAUHAUS als ein Solitär erscheinen: eher ein großer Industrie- bzw. Verkehrsbau als ein Teil Charlottenburger-Wilmersdorfer Blockbebauung.

In dem Entwurf ging es um die Aufwertung des BAUHAUS Fachcentrums in dieser sehr prominenten innerstädtischen Lage am Kurfürstendamm sowohl im Sinne der Nutzung als auch im Sinne der Stadt. Die Idee umfasst eine neue Interpretation der vom Nutzer bereits festgelegten Planung, die dem Gebäude eine Qualität und eine Wirkung im Stadtraum verleiht, welche über die Gestaltung der Fassadenflächen hinausgeht.

Der in der Bauaufgabe festgesetzte Begriff des Stadtgartens – eigentlich der Marketingname für das Gartencenter am Kurfürstendamm – bot die Möglichkeit einer solchen Aufwertung. Der Stadtgarten ist als ein großer Wintergarten konzipiert, welcher der Verkaufshalle vorgeschaltet ist und die gesamte Front zum Kurfürstendamm einnimmt. Der Wintergarten ist ein überdimensionales „Schaufenster“, welches für das BAUHAUS Fachcentrum wirbt, ein großzügiger Eingangsraum und eine attraktive Nutzfläche. Seine Wirkung entsteht durch Überlagerungen verschiedener Raumschichten: die äußere, großformatige Glasfassade mit ihren Spiegelungen, die unregelmäßig gestellten Betonstützen, die Pflanzen und das dahinterliegende große abstrahierte Bild eines Waldes auf der inneren Fassade.

Während die Fassade des Wintergartens direkt an den Kurfürstendamm grenzt und aus unmittelbarer Nähe als ein Teil des Straßenraums erlebt wird, werden die in der Verkehrsschneise auf der tieferen Ebene des ehemaligen Güterbahnhofs liegenden Fassaden überwiegend aus der Ferne wahrgenommen. Sie sind daher für den Blick aus der Distanz konzipiert und versuchen nicht nur auf die Nachbarbebauung, sondern auch auf die angrenzenden Verkehrsräume zu antworten und folgen einer horizontalen Gliederung mit robustem Sockel, einer hochwertigen Verkleidung im mittleren Teil und einem leuchtenden Band im oberen Bereich, das als Oberlicht und Werbefläche zugleich dient. Die plastische Aluminiumverkleidung der Fassaden vereinheitlicht die Bauvolumina des Fachcentrums und Drive-Ins und strukturiert sie zugleich durch die Maßstäblichkeit der konvexen und konkaven Elemente. Die Fassade reflektiert das Licht und wechselt durch unterschiedlichen Lichteinfall Farbe und Erscheinungsbild. Zudem hat sie eine schallschützende Funktion.

Quelle: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten
Fotos: Stefan Müller

Anmelden
Um die Interaktive Zeichnung zu nutzen und alle Bilder zu sehen, melde dich an