Europäisches Hansemuseum, Lübeck Lübeck, STUDIO ANDREAS HELLER GmbH ARCHITECTS & DESIGNERS | BAUKOBOX

Europäisches Hansemuseum, Lübeck

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2015
Museum / Ausstellung
An der Untertrave 1
23552 Lübeck
Deutschland
hinterlüftet
mittig
Satteldach
Lochfassade
Mauerziegel / -klinker
Museum / Ausstellung
Architekt
Architekt
STUDIO ANDREAS HELLER GmbH ARCHITECTS & DESIGNERS

Das Europäische Hansemuseum ist europaweit das größte Museum zur Geschichte der Hanse. Es befindet sich im Norden der historischen in das UNESCO-Weltkulturerbe eingetragenen Altstadt und damit an dem Ort der frühesten Besiedlung Lübecks. Zum Museum gehören ein Museumsneubau mit integrierter archäologischer Grabungsstätte, das historische Baudenkmal des Lübecker Burgklosters und öffentlich zugängliche Außenanlagen, wo zahlreiche Spuren auf die lange und wechselvolle Geschichte des Ortes verweisen.

Museumsareal
Das Museumsareal reicht von der Kuppe des Burghügels auf dem das Burgkloster steht bis hinunter zur Straße An der Untertrave und umfasst etwa 7.400 Quadratmeter. Der Museumsneubau schmiegt sich an den Burghügel. Die Architektur des Gebäudes leitet sich von den historischen Gegebenheiten des Grundstücks und seiner Umgebung ab. Ein wesentliches Leitmotiv für den Entwurf ist die mittelalterliche Stadtmauer, die am Fuße des Burghügels verlief. Die Kubatur des Gebäudes zitiert diese Mauer. Die Backsteinfassade unterstützt dieses Erscheinungsbild mit schartigen, unregelmäßigen Ziegeln.

Giebelständige Fassade
In der Kleinen Altefähre, der Seitenstraße, die zum Burghügel hinaufführt, zitiert der Neubau ein für Lübeck typisches giebelständiges Wohnhaus und orientiert sich damit an der angrenzenden Bebauung. Die Giebelhausfassade des Museums erhält mit dem Vierpass, einem der prägnantesten Motive der Backsteingotik, eine flächendeckende ornamentale Gestaltung.

Museumszugang
Eine zentrale, öffentliche Treppe verbindet mit großzügiger Geste den historischen Hafen mit der höher gelegenen Altstadt. Sie erschließt den Museumsneubau und ist gleichzeitig Durchgang zum Burgkloster sowie zu den oberhalb des Neubaus gelegenen Außenanlagen.

Burgkloster
Das Burgkloster wurde saniert und restauriert und als Baudenkmal in das Europäische Hansemuseum einbezogen. Neben bestanderhaltenden Maßnahmen sieht das architektonische Konzept für das Burgkloster eine einheitliche Gestaltung vor. Bronze ist ein sich konsequent wiederholendes Element innerhalb und außerhalb des Burgklosters, das sich in der Schutzverkleidung für die Seitenkapellen der ehemaligen Klosterkirche (hier abgebildet), in den Toren des Fugenbaus wie auch in den zentralen Eingangstüren des Burgklosters wiederfindet. Die Gestaltung des Freiraums auf dem Museumsareal ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkonzeption des Europäischen Hansemuseums. Die Nutzungsgeschichte des Ortes wird im Außenbereich ablesbar wie hier die ehemalige Nutzung als Gefängnishof durch die Andeutung der Hofumschließungsmauer und durch Bodenintarisien.

Quelle: Andreas Heller Architects & Designers
Photos: Werner Huthmacher

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